Kompass – AntiRa – Newsletter Nr. 63 – Oktober 2017

Front

+++ We`ll Come United-Parade - das war unser Tag +++ Whistle of Legalization - Redebeitrag aus Osnabrück zum Kampf gegen Dublin +++ Ab 1.10.: Rundreise mit Gästen aus dem Kongo und Mali +++ 3.10. in Freiburg: Die Mauern müssen weg! +++ 6.-8.10. in Leipzig: Selbstbestimmt und Solidarisch - Konferenz zu Migration, Entwicklung, Ökologischer Krise +++ Alarm Phone Report zur Abschreckungspolitik um jeden Preis +++ Sea Watch 1 in der Ägäis und Moonbird weiter im Rettungseinsatz im zentralen Mittelmeer +++ 4./5.11. in Berlin: Wie weiter mit We`ll Come United?! +++ Manu Chau Song für "Das Beste Hotel Europas"/City Plaza +++ Rückblicke: Rom: Demonstration gegen Räumungen mehrerer von Refugees besetzter Häuser, Transnationale Alarm Phone Konferenz in Tunis +++ Ausblick: Wanderausstellung „Yallah!? Über die Balkanroute“ +++

Liebe Freundinnen und Freunde!

Als der lange Zug startete, war die Stimmung sofort begeisternd. Zudem Sonne pur: „Paradewetter“. We`ll Come United! Tausende beteiligten sich in einer besonderen, wenn nicht bislang einzigartigen Zusammensetzung an dieser lauten und bunten Demonstration für Bewegungsfreiheit und gleiche Rechte durch die Hauptstadt.

Front

16. September, 13 Uhr: vor dem Bundesinnenministerium wird die lange Liste der durch das Grenzregime getöteten Menschen ausgerollt. Es starten Redebeiträge zum Kampf gegen das Sterben auf See und gegen Abschiebungen. Dann zieht die Parade mit 20 LKWs los: Selbstorganisierte gegen Dublin-Abschiebungen, Aktive aus der Seenotrettung, der Bleibistan-Block gegen die Afghanistan-Abschiebungen, das Netzwerk für Solidarity Cities, der Truck der Oromos, der CommUnity-Karneval, die Ex-BewohnerInnen des City Plaza Athen, die Willkommensinitiativen aus Berlin und viele mehr. Rund um die kreativ dekorierten LKWs jeweils super Stimmung und eigenes Programm, das Konzept der Motivwägen ging voll auf. Die „neue Bürgerrechtsbewegung“ hat sich damit inhaltsreich und praktisch orientiert in ihrer ganzen Vielfalt präsentiert.

Ja, wir waren nicht die 10.000, die wir uns erhofft hatten. Stattdessen zwischen 6000 und 7500 TeilnehmerInnen. Es bleibt bezeichnend, dass kein kleiner Teil der (alten) Linken die kontinuierlichen Kämpfe der Migration offensichtlich noch immer nicht zu schätzen weiß. Jedenfalls nicht genug, um sich zu solch einer Manifestation der Alltagskämpfe zu bewegen. Und vielen (neuen) Willkommens-Aktiven mag der Ansatz zu radikal und der Weg aus der lokalen initiative zu weit gewesen zu sein. Darüber wird weiter zu reden sein.

Bleibistan

Mit einer fünfstelligen Mobilisierung wäre die politische Sichtbarkeit und die mediale Außenwirkung womöglich etwas besser ausgefallen. Doch der dominante Zeitgeist ist sowieso ein anderer. Knapp 13 % für die offenen RassistInnen der AfD sind bitter. Eine Jamaika-Koalition als baldige Regierung, in der zu Gunsten einer noch repressiveren Migrationspolitik die verbliebenen flüchtlingssolidarischen Teile der Grünen gänzlich ins Abseits gedrängt werden?

Die gesellschaftliche Polarisierung wird sich absehbar weiter zuspitzen. Für unseren Pol, für die innere Struktur der AntiRa-Bewegung war die Parade in Berlin umso bedeutender. „Gefühlt waren wir die erhofften 10.000“, dermaßen gerührt beschrieben einige die tolle Atmosphäre. Die meisten der beteiligten Refugees hatten solch eine große Demo in Deutschland noch nie erlebt. Empowerment im besten Sinne. Und eine angemessene Manifestation, um zum zweiten Jahrestag den historischen Durchbruch auf der Balkanroute im kollektiven Gedächtnis lebendig zu halten.

City Plaza

Am Ende waren sich alle einig: eine unserer besten Demos der letzten Jahre, es hat sich gelohnt und Mut gemacht für den alltäglichen Widerstand, lokal bis transnational. Insofern wird das Get-Together-Bündnis diesen Ansatz hoffentlich mit Nachdruck weiter entwickeln, wenn es sich im November zur Nachbereitung der Parade trifft.

Mit solidarischen Grüßen,

die Kompass-Crew

P.S.: In der PDF-Version dieses Newsletters finden sich bereits einige beeindruckende Fotos der We`ll Come United Parade, empfehlenswert auch die Foto-Dokumentation bei Umbruch: http://www.umbruch-bildarchiv.de/bildarchiv/foto3/160917welcome_united/index.htm

Und - beispielhaft - gleich unten eine Kurzbeschreibung sowie eine Redebeitrag zum Dublin-Motivwagen. Weitere Berichte werden sicherlich demnächst auf http://www.welcome-united.org folgen.

 

Manu Chau für "Das Beste Hotel Europas"/City Plaza*

Das Beste Hotel Europas braucht Eure Unterstützung!

Am letzten Freitag haben Ti.po.ta (Manu Chau & Klelia Renesi) ihren neuen Song in Solidarität mit dem City Plaza veröffentlicht. Alle Gewinne gehen an "Das Beste Hotel Europas". Zum einen wollen wir euch den nicht vorenthalten und zum anderen möchten wir die Gelegenheit nutzen noch einmal an unsere Spenden Kampagne "Swarming Solidarity" zu erinnern.

Do you hear me calling- Ti.Po.tA

https://www.youtube.com/watch?v=ffoUvrGqpgA

*City Plaza ist weiterhin auf eure Spenden angewiesen deshalb Spendet fleißig und nutz alle euch offen stehenden Kanäle um erneut auf die Kampagne aufmerksam zu machen. *

Keep City Plaza open! City Plaza is everywhere! Solidarity will win!

https://www.facebook.com/sol2refugeesen/

"Swarming Soldarity"

https://best-hotel-in-europe.eu/swarming-solidarity/

 

Sea Watch: Aktuelles zu Einsätzen in der Ägäis und im zentralen Mittelmeer

 

Die Crew der Sea-Watch 1 hat in der Ägäis am vergangenen Montag 27 Menschen aus akuter Seenot gerettet, der EU-Türkei-Deal bröckelt. In den darauffolgenden Tagen fand allein unser Aufklärungsflugzeug #Moonbird sieben Boote in Seenot vor der libyschen Küste. Eines davon sank genau in dem Moment, als es von den Piloten entdeckt wurde. Zwar waren die Zahlen der Überfahrten auf der zentralen Mittelmeerroute zunächst gesunken, nachdem der italienische Staat Medienberichten zufolge eine Miliz dafür bezahlt hatte, Abfahrten von Fluchtbooten zu verhindern. Die vergangene Woche zeigt aber mehr als deutlich, dass die humanitäre Krise auf dem Mittelmeer keinesfalls beendet ist und schmutzige Deals mit der Türkei oder Libyen keine langfristige Lösung sind.

https://sea-watch.org/sea-watch-im-dauereinsatz-die-krise-auf-dem-mittelmeer-ist-nicht-beendet/

 

Alarm Phone - Sechs-Wochen-Bericht: ‘Deterrence no matter what - Europe escalates its War on Migrants’

 

‘What we can observe over the past six weeks, the period of time that this report covers, is a full-blown offensive against migrants and civil Search and Rescue actors, in which EU institutions and member states work hand in hand with their authoritarian allies in Libya to shut down the Central Mediterranean migration route. No price seems too high to pay: the increased risk to those who seek to escape via the sea, their return to inhumane camps where they are exposed to torture, rape and extortion, the complete corrosion of international human rights standards and international maritime law, or Europe’s open association with dictatorial forces in Libya that have robbed and murdered travellers at sea and attacked those who sought to rescue them. In the summer of 2017, we can witness how the ‘roll back’ of Europe’s border regime leads to an escalating war on migrants that counts already more than 2,400 known casualties.’

Please find our latest Alarm Phone six-week report on our website:

https://alarmphone.org/en/2017/09/07/deterrence-no-matter-what-europe-escalates-its-war-on-migrants-alarm-phone-6-week-report-24th-july-3rd-sept/

 

Ab 1.10. in mehreren Städten: Rundreise von Afrique-Europe-Interact mit Gästen aus dem Kongo und aus Mali

 

Anlässlich der Konferenz "Selbstbestimmt und solidarisch. Konferenz zu Migration, Entwicklung und ökologischer Krise", die vom 6. bis 8. Oktober 2017 in Leipzig stattfinden wird, lädt Afrique-Europe-Interact zu zusätzlichen Veranstaltungen mit Gästen aus dem Kongo und Mali ein:

Victor Nzuzi (Bauer und Globalisierungskritiker) aus der Demokratischen Republik Kongo, der bereits beim Klima-/Antiracamp 2008 in Hamburg teilgenommen hat, wird unter dem Titel "Fokus Kongo: Zwischen Ausplünderung, Überleben und sozialen Kämpfen für ein besseres Leben" an folgenden Orten sein: Göttingen: 01. Oktober, 18:00 Uhr // Kassel: 02. Oktober, 19:00 Uhr // Meuchefitz: 03. Oktober, 19:30 Uhr // Bremen: 04. Oktober, 19:00 Uhr // Leipzig: 06.-08. Oktober: Konferenz "Selbstbestimmt und solidarisch" // Dresden: 09. Oktober.

Alassane Dicko und z.T. auch Diory Traoré von der malischen Sektion von Afrique-Europe-Interact werden unter dem Titel "Zur Militarisierung der Wüste. EU-Migrationspolitik im Sahelraum" an folgenden Orten sein: Bremen: 09. Oktober // Wien: 16. Oktober // München: 17. Oktober // Freiburg: 18. Oktober.

Weitere Infos zu beiden VA unter www.afrique-europe-interact.net (Rubrik: Aktuelles/Termine)

 

Whistle of Legalization - aus dem Redebeitrag der Geflüchteten in Osnabrück zu ihrem Kampf gegen Dublin - Berlin, 16.9.2017

 

Pfeife1000 kleine gelbe Trillerpfeifen mit „Stop Deportation“-Aufdruck und kurzer Erfahrungsanleitung aus Osnabrück wurden am 16.9. auf der Parade in Berlin rund um den „Dublin“-Motivwagen verteilt. Dazu gab es Leitfäden zu weiteren Erfahrungen, wie sich Abschiebungen gemäß der sog. Dublin-Verordnung verhindern lassen. „Deport Dublin, not Refugees“ war die Botschaft auf einem der Banner und vom LKW hing eine gelbe Riesentrillerpfeife - gegen den Fluch des Fingerabdruckes! Nachfolgend Auszüge einer beeindruckenden Rede der Geflüchteten aus Osnabrück zu ihrem erfolgreichen Kampf gegen die Dublin-Abschiebungen:

„…Wir wählten das Meer und die Boote des Todes ohne eine klare Route. Inmitten der wütenden See hielten wir uns an der Hoffnung auf ein würdevolles Leben im Norden fest. Wir dachten, dass hinter den aggressiven Wellen des Mittelmeers das ‘gelobte Land’ liegt, das unser aller Leben rettet.

Wir wussten nicht, dass wir den Monstern der Gesetze, des Betons und der Bürokratie gegenüberstehen werden. Wir verbrannten unsere eigenen Finger, um den Geistern der Fingerabdrücke, der Vertreibung und der Zwangsabschiebung zu entgehen.

DublinDie Angst vor der Polizei und der Verhaftung prägt jeden einzelnen unserer Tage im ‘gelobten Land’ Europa. Wir leben ein illegales Leben, obwohl wir vorher nicht dachten, dass wir, als menschliche Wesen, illegal sein könnten. Wir leben in Sammellagern, als wären wir in einem Hühnerstall und die Füchse der Zwangsabschiebung jagen uns, einen nach dem anderen.

Wir suchten nach einer neuen Zuflucht in den Wäldern, den Nächten und den Bahnhöfen, um uns vor den Geistern der Polizei und der Abschiebung zu verstecken. Die Zukunft unseres Lebens wurde wie ein Sprung ins Dunkle.

Dann, mit großer Solidarität und Unterstützung von No Lager, entdeckten wir das Geheimnis der Trillerpfeife. Die Trillerpfeife des gemeinschaftlichen Handelns und der Selbstorganisation wurde das Symbol unseres Widerstandes gegen Abschiebungen.

Mit den Trillerpfeifen konnten wir die Füchse der Zwangsabschiebungen verjagen. Seit mehr als drei Monaten halten wir Nachtwachen, um unsere Träume von einem einfachen und anständigen Leben zu beschützen - nicht mehr und nicht weniger. …“ Der gesamte Redebeitrag hier:

https://de-de.facebook.com/permalink.php?story_fbid=1311441535632259&id=679988105444275

 

Leipzig: Selbstbestimmt und Solidarisch - Konferenz zu Migration, Entwicklung, Ökologischer Krise

06.10.2017 - 08.10.2017

Die Konferenz wird von einem gemischten Team aus Geflüchteten, Migrant_innen und Leuten ohne Flucht- und Migrationsgeschichte vorbereitet. Einige sind als Einzelpersonen dabei, andere u.a. in folgenden Gruppen und Netzwerken aktiv: Afrique-Europe-Interact, Corasol (Berlin), Entwicklungspolitisches Netzwerk Sachsen e.V. , glokal e.V. – machtkritische Bildung und Beratung (Berlin) und Konzeptwerk Neue Ökonomie (Leipzig). …

Spätestens seit Geflüchtete im Sommer 2015 das europäische Grenzregime vorübergehend aus den Angeln gehoben haben, ist die Beschäftigung mit Fluchtursachen zu einer Art Dauerbrenner in der europäischen Öffentlichkeit avanciert – dies insbesondere mit Blick auf afrikanische Länder. Denn die EU-Regierungen hoffen, auf diese Weise die Zahl neu ankommender Geflüchteter deutlich reduzieren zu können.

Mittels milliardenschwerer Programme wie dem “Marshallplan mit Afrika” oder dem jüngst beim G20-Gipel in Hamburg beschlossenen “Compact with Africa” sollen Privatinvestitionen aus den reichen Ländern gefördert werden. Nur so, heißt es, ließen sich jene Wachstumsimpulse setzen, die langfristig zu wirtschaftlichem Aufschwung und somit neuen Arbeitsplätzen in Afrika führen würden. Gleichzeitig ist die EU weiterhin mit der Vorverlagerung ihres Grenzregimes beschäftigt. Dabei schreckt sie auch nicht vor einer Kooperation mit Diktaturen wie im Sudan oder Eritrea zurück – genauso wenig wie vor einer Zusammenarbeit mit der libyschen Küstenwache, obwohl selbst das deutsche Außenministerium die Situation in libyschen Auffanglagern als blanken Horror beschreibt. Doch nicht nur die Inkaufnahme schwerster Menschenrechtsverletzungen ist skandalös. Nicht weniger dramatisch ist, dass die ins Auge gefassten Entwicklungsstrategien in erster Linie den Profitinteressen transnationaler Unternehmen dienen, nicht aber dem Wohl jener Länder, um die es eigentlich geht. (…)

Unsere Konferenz steht unter dem Titel “selbstbestimmt und solidarisch”. Einerseits, um jener Haltung zu widersprechen, die Entwicklung lediglich als Kopie des westlich-kapitalistischen Modernisierungspfads zu begreifen vermag. Andererseits, um deutlich zu machen, dass globale Solidarität Voraussetzung für kollektiv verankerte und somit an den wirklichen Interessen der Menschen orientierte Entwicklungsprozesse ist…

Die ausführliche Einladung, Programm und mehr auf den folgenden beiden Webseiten:

https://afrique-europe-interact.net/1594-0-1-Einladung.html

https://www.degrowth.info/de/selbstbestimmt-solidarisch/allgemein/

 

Berlin: Einladung zum Auswertungstreffen We’ll Come United! und Perspektive von Get-Together

04.11.2017 - 05.11.2017

„Am 4. und 5. November wollen wir uns in Berlin für die Nachbesprechung von unserem We'll Come United-Carnival treffen und über die Perspektive von unserem Netzwerk Get-Together sprechen. Ihr seid alle herzlich eingeladen dieses Treffen mitvorzubereiten, indem ihr in euren Gruppen und den Gruppen der Wagen Positionen erarbeitet und vorbesprecht.

Auswertung:

Wie waren We’ll Come United! 16.09. & die dezentralen Aktionstage (ab 2.09.) für euch? Was lief gut und was hätte besser laufen können? Aktionskonferenzen, Mobilisierung (in den Lagern, Plakate, Flyer), Anreise, Wagengestaltung und Programm 16.09., dezentrale Aktionstage (02.-16.09.), We’ll Come United 16.09 am Tag selbst? Wie habt ihr den 16.09. und die dezentralen Aktionstage wahrgenommen? Welches Feedback habt ihr von Freunden bekommen? Was würdet ihr in Zukunft anders machen?

Perspektive:

Bei unserem letzten Treffen haben wir bereits darüber gesprochen, dass wir Get-Together nach dem 16.09. weiterhin als Netzwerk/Plattform nutzen wollen und auch gemeinsam Aktionen planen wollen.

Wie könnt ihr euch vorstellen, dass wir in Zukunft gemeinsam weitermachen? Wollen wir gemeinsam eine nächste Aktion planen? Was könnte das sein? Was bedeutet euch das Get-Together Netzwerk persönlich? Was bedeutet euch das Get-Together Netzwerk politisch? Ist ein gemeinsamer Austausch über lokale Kämpfe und Praktiken im Netzwerk sinnvoll? In welchen Abständen wollen wir uns treffen?

Damit wir sinnvoll und konstruktiv die Auswertung machen und über die Perspektive sprechen können, ist es notwendig, dass ihr euch Zeit dafür nehmt, Positionen lokal und in den Gruppen der Wagen vorzubereiten.

4. & 5. November Mehringhof, Versammlungsraum (2. Hinterhof, 2. Stock) Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin

Samstag, 4. November: Auswertung 13 Uhr – 19 Uhr.

Sonntag, 5. November: Perspektive 10:30 Uhr Begin 16:00 Ende

 

Transnationale Alarm Phone - Konferenz in Tunis

On the 22nd and 23rd of September 2017, about 300 people came together to participate in the Alarm Phone conference ‘Migration Movements around the Mediterranean: Realities and Challenges’. Self-organised migrant groups, solidarity activists, humanitarian sea rescuers, representatives of NGOs and larger organisations, as well as politicians and journalists from (North) Africa, Europe, and elsewhere discussed how to contest migrant death and suffering. Many participants from North Africa, including Sub-Saharan migrants who reside there as well as the Tunisian mothers whose children disappeared after getting onto boats to Europe, reported on how EU deterrence and border externalisation policies have caused great grievances to them, and those who represent the humanitarian search and rescue actors in the Mediterranean explained how the EU’s delegitimisation campaign seeks to turn rescuers into criminals. Over the course of two days, new networks and alliances were formed, and for those who could not participate, the Facebook page of the event offers some insights: https://www.facebook.com/migrationconferencetunis/?ref=br_rs

 

Rom: Demonstration gegen Räumungen mehrerer von Refugees besetzter Häuser

 

29.8.2017: An impressive demonstration marched through the streets of Rome in answer to last weeks’ evictions. Refugees and Italians marching side by side for the right to a house, dignity and for an open and supportive city. The institutions are postponing a negotiating table and the refugees remain in a permanent sit-in near to Piazza Venezia.

http://www.dinamopress.it/multilanguages/never-again-without-a-home-15k-people-parade-in-rome

 

Wanderausstellung „Yallah!? Über die Balkanroute“

 

„…Mit dieser Ausstellung soll der "lange Sommer der Migration" 2015 und die Öffnung eines Korridors durch Süd-Osteuropa als relevantes politisches und historisches Ereignis festgehalten und gut aufgearbeitet einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden. Die Ausstellung rückt zwei Jahre später Geflüchtete als Hauptakteur_innen wieder in den Vordergrund und zeigt mit zahlreichen Audio- und Videoaufnahmen und Kunstwerken ihre Sichtweisen auf Migration und Europa. … Die Ausstellung in deiner Stadt? Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert und soll in verschiedenen Städten zu sehen sein. Dafür suchen wir Träger_innen vor Ort. Bei Interesse schreibt uns an: ausstellung@yallah-balkanroute.eu