Kompass-newsletter Nr. 143 - 04/2026

We´ll Come United-Planungen nach dem Strategietreffen +++ 18. April im Dreiländereck zwischen Frankreich, Schweiz und Deutschland: Demonstration für grenzenlose Solidarität +++ 10.-12. April in Erfurt: Vorbereitungskonferenz von „widersetzen“ gegen AfD Parteitag im Juli +++ 25. April in Berlin: Africa Unite – a pan-African conference +++  5. Mai in Frankfurt: Buchvorstellung „No Border lasts forever“ und Mobilisierung gegen Abschiebungen +++ Return Hubs - die neue „Rückführungsverordnung“ +++ Tunisian Forum for Economic and Social Rights: Freedom for Saadia Mosbah +++ Neue Untersuchung von Border Forensics zum Ärmelkanal: How ´Stopping the Boats` kills +++ Neues Buch aus Ljubljana: The Balkan Corridor - 10 Years After +++ Neues Video zu 10 Jahren Sommer der Migration bei trans-border.net +++ Rückblick: 28. März in Valetta: Protestaktion zu 7 Jahren Kriminalisierung der El Hiblu 3 +++ Ausblicke: 30. Mai im Frankfurter Flughafen gegen Abschiebungen; 12. bis 14. Juni in Jena: Entgrenzt - erste anwaltliche Migrationsrechtstage; 12. bis 14. Juni in Offenbach: Recht auf Stadt Forum; 17. bis 19. Juni in Hamburg: Jugendliche ohne Grenzen zur Innenministerkonferenz; 4. Juli in Erfurt: „widersetzen“ gegen AfD-Parteitag; 4. bis 8. August in Cotonou/Benin: Weltsozialforum  

 

Liebe Freundinnen und Freunde.

80 Aktivist:innen, Delegationen aus15 Städten, Plenas und Arbeitsgruppen in 6 Sprachen: das Austausch- und Strategietreffen von We`ll Come United Anfang März 2026 in Darmstadt übertraf die eigenen Erwartungen. Es kam zu wichtigen Verabredungen für gemeinsame Mobilisierungen und dezentrale Aktionen. Es gab vertiefende interne Diskussionen, u.a. zu Herausforderungen in den Prozessen der Selbstorganisierung. Zudem bieten die neu aufgemachte Webseite sowie das neu erschienene Buch einen kollektiven Rahmen, um das bundesweite Netzwerk mit seinen transnationalen Verbindungen in den kommenden Monaten weiter zu stabilisieren oder gar auszubauen.

Verbindliche Strukturen in transnationaler Vernetzung wird es mehr denn je brauchen, wenn in diesem Jahr mit GEAS und Return-Hubs, den EU-weiten Verschärfungen der Migrationskontrolle, die nächsten Angriffe auf die Rechte von Geflüchteten und Migrant:innen bevorstehen. Rechtsextreme und faschistische Parteien und Organisationen eifern dem ICE-Vorbild aus den USA nach, während die angeblichen Brandmauern bereits zu dekorativen Zierhecken verkommen sind.

Im transnationalen Kontext wollen wir zum Einen zwei aktuelle Veröffentlichungen empfehlen. Zum Einen haben Freund:innen aus Ljubljana ein umfangreiches Buch herausgegeben: „The Balkan Corridor - 10 Years after“. Zum Zweiten hat Border Forensics eine gründliche Untersuchung zu den tödlichen Entwicklungen im Ärmelkanal publiziert: „How ´Stopping the Boats` kills…“. Zum Anderen noch zwei Anmerkungen zur Situation in Italien: Meloni hat am 22./23. März beim Referendum zur sogenannten Justizreform eine schwere Niederlage einstecken müssen, die über diese Abstimmung hinaus  Auswirkungen haben dürfte. Und wenige Tage später, am 28. März 2026, haben sich - parallel zu den No-Kings-Mobilisierungen in den USA - in Rom über 100.000 Menschen an einer Grossdemonstration gegen die postfaschistische Regierung beteiligt. Der zentrale Mobilisierungsslogan lautete hier: „Together-Against Kings and Their Wars“.

In diesem Sinne mit solidarischen Grüßen, 

die Kompass-Crew