Kompass-newsletter Nr. 132 - 03/2025
15./16. März in Rom: transnationales Netzwerktreffen gegen Abschiebeknäste +++ Erster Aufruf: We`ll Come United-Karawane/Marsch 2025 +++ Gedenkaktionen in und zu 5 Jahren Hanau +++ Pro Asyl: Bittere Bilanz der Ampel +++ Text zu den Großdemonstrationen in Deutschland (vor der Wahl) +++ Flüchtlingsrat Niedersachsen: Scharfe Kritik an Sammelabschiebung in den Irak +++ Abschiebezahlen 2024 +++ Echoes No. 16: CommemorActions and more +++ Alarm Phone: Halbjahresbericht Zentrales Mittelmeer +++ medico international zum Scheitern des Afghanistan-Aufnahmeprogramms +++ bordermonitoring.eu: Zur Situation ukrainischer Kriegsflüchtlinge +++ Rückblicke: Hannover Treffen zu AsylbLG/Bezahlkarte, CommemorActions am 6. Februar ++++ Ausblicke: 2. bis 4. Mai in Berlin: We`ll Come United Treffen; 5. bis 10. August 2025 - Transborder Summer Camp III; September 2025: transnationale Aktionskette
Liebe Freundinnen und Freunde.
Auch wenn die Wahlergebnisse in der Hauptstadt mit einer Mehrheit der Partei Die Linke und ihren vier Direktmandaten etwas trösten, der 23. Februar 2025 zeitigt eine erneute drastische Verschiebung in Richtung rassistischer Hetze, Entrechtung und Ausgrenzung. Die weitgehend schwarz-blaue Landkarte steht für eine Brutalisierung des Migrationsregimes auf allen Ebenen. Wir müssen uns warm anziehen…
… und dennoch weiter dagegenhalten. Das Netzwerk We`ll Come United hatte sich einen Tag vor der Bundestagswahl getroffen und wenige Tage darauf - unverdrossen - den ersten Aufruf zur Organisierung einer Protestkarawane verbreitet. Vom 20. bis 27. September 2025 soll diese stattfinden, insbesondere vor und gegen die Lager, gegen rassistische Diskriminierungen und gegen Abschiebungen. Es sind noch einige Monate Zeit, um diese einwöchige Mobilisierung gut vorzubereiten. Die Protestkarawane bezieht sich auf den Aufruf, den wir im letzten Kompass bereits geteilt hatten: zu einer transnationalen Aktionskette anläßlich 10 Jahren nach dem Sommer der Migration.
5 Jahre ist es her, dass ein Täter aus rassistischen Motiven neun Menschen in Hanau ermordet hat. Rund um den 19.02.2025 gab es in Dutzenden Städten Gedenkaktionen, während das Versagen bei Behörden und Polizei sowie die fehlende Aufarbeitung und Verantwortungsübernahme durch die Politik nochmals bundesweite massenmediale Beachtung fand. Wenige Tage vorher hatte die Initiative 19. Februar gemeinsam mit Angehörigen aus Hanau und von Opfern aus anderen Städten sowie mit Wegbegleiter:innen und Unterstützer:innen der letzten 5 Jahre ein beeindruckendes, über zweistündiges selbstbestimmtes Erinnern organisiert. Der sehenswerte Mitschnitt findet sich hier: https://19feb-hanau.org/videos/
Mit solidarischen Grüßen,
die Kompass-Crew